Arachnoidalzysten

Was sind Arachnoidalzysten?

Arachoidalzysten sind flüssigkeitsgefüllte Räume innerhalb des Kopfes oder der Wirbelsäule, die aus regulärem anatomischem Anteilen bestehen. Sie entstehen durch angeborene Verklebungen der „Arachnoidea“ (Spinnweben Haut) in der normalerweise das Nervenwasser (Liquor) fließt. Durch die Verklebungen kommt es bereits frühzeitig zur Isolation des Nervenwassers, welches sich in diesem Bereich aufstaut. Ein Wachstum von Arachnoidalzysten ist mit Ausnahmen in den meisten Fällen nur innerhalb der ersten beiden Lebensjahre zu beobachten.  

Wo gibt es Arachnoidalzysten?

Arachnoidalzysten treten an verschiedenen Stellen im Zentralen Nervensystem auf. Die häufigste Lokalisation ist die mittlere Schädelgrube vor dem Schläfenlappen des Gehirns (temporal), gefolgt von den Liquorräumen der Schädelbasis (supraselläre Arachnoidalzysten), den Hemisphären des Großhirns, den Hirnkammern (Ventrikel) oder der hinteren Schädelgrube nahe dem Kleinhirn oder dem Hirnstamm.

 

Welche Symptome können Arachnoidalzysten hervorrufen?

Die Symptome sind verschiedenartig und hängen von der Größe und der Lokalisation der Zysten ab. Häufig verursachen die Arachnoidalzysten keine oder nur sehr  unspezifische Symptome.  Allgemeine Druckwirkungen können ggf. Kopfschmerzen, psychische Auffälligkeiten und Unruhe verursachen. Lokale Druckwirkungen der Zysten können unter Anderem zu Sehstörungen, Doppelbilder, Schielen oder Sprachentwicklungsstörungen führen. Sollte das der Liquor in seinem Fluss durch die Zysten blockiert werden kann es zu einem Hydrocephalus mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schläfrigkeit kommen. Bei großen Arachnoidalzysten besteht ein geringes Risiko, dass sie bei Kopfverletzungen rupturieren können. Das kann zu einer Flüssigkeitsansammlung mit Blutbeteiligung im Subduralraum mit Symptomverschlechterung führen.  

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für Arachnoidalzysten?

Nicht alle Arachnoidalzysten bedürfen einer Behandlung. Zufällig entdeckte Zysten können zunächst beobachtet werden. Die Indikation zur Behandlung kann sich zum Beispiel aus den klinischen Symptomen, die mit der Zyste in ursächlichen Zusammenhang gebracht werden kann, ergeben.

Eine effektive Verkleinerung einer Arachnoidalzyste ist letztendlich nur durch eine Operation zu erreichen. Dabei geht es nicht darum die Zyste vollständig zu entfernen sondern sie mit den umgebenden Liquorräumen in Kommunikation zu bringen, so dass der Liquor abfließen kann. Dadurch soll vor allem eine Verkleinerung der Zyste erreicht werden. Endoskopische (kamerageführte) oder eine mikrochirurgische Operation kommen dafür in Betracht. Ein Shunt sollte in erster Linie vermieden werden.

Im Anschluss an eine Operation ist in der Regel eine MRT Kontrolle nach ca. 3 Monaten notwendig, um die erfolgreiche Behandlung mit Größenabnahme der Arachnoidalzyste zu dokumentieren.

Flyer zu Arachnoidalzysten

Klicken und Laden Sie den Flyer zum Drucken

Sprechstunden

Hier finden Sie unsere Sprechstunden.